Home>Themen>Exklusiv im Web>Online-Biografien>stars&sternchen>Martin Scorsese

MARTIN SCORSESE

Geboren am: 17. November 1942
Geburtsort: Flushing, New York, USA

Martin Scorsese ist einer der berühmtesten und einflussreichsten Regisseure der Filmgeschichte. Seine Großeltern wanderten von Sizilien nach Amerika aus. Die Eltern, Charles und Catherine, welche als Textilarbeiter ihr Geld verdienten, zogen ihren Sohn in Little Italy groß. Charles war ein begeisterter Filmfan und gönnte auch seinem Sohn den Luxus von regelmäßigen Kinobesuchen. Scorsese selbst zufolge nahmen ihn die Erwachsenen auch wegen seines starken Asthmas lieber ins Kino mit als auf den Sportplatz.

Es gab jedoch eine andere bedeutende Einflussgröße im Leben des jungen Martin Scorsese - die Religion. Daher entschied er sich katholischer Priester zu werden. Mit vierzehn begann er seine Ausbildung an einer Jesuitenschule. Jedoch war sein Interesse an Mädchen größer und so folgte schnell der Rauswurf aus dem Priesterseminar.

Nachdem sich die Tür zum Dasein als Priester geschlossen hatte, wandte sich Scorsese dem Film zu und studierte an der Universität von New York Filmkunst. Als er 1964 seinen Abschluss machte, hatte er bereits mehrere Filme gedreht.

Die Filmarbeit, die Scorsese schließlich bis heute berühmt machte, begann 1973 mit dem Film „Hexenkessel“, einer autobiographischen Geschichte über eine Gruppe Italo-Amerikaner in den Straßen von New York. Harvey Keitel übernahm die Rolle des Protagonisten, während Robert De Niro mit seiner Darstellung Filmgeschichte schrieb. Das Team aus Starregisseur Scorsese und Schauspieler De Niro wurde eines der einflussreichsten Paare der Filmgeschichte.

1976 erschien mit „Taxi Driver“ einer der bahnbrechendsten Filme des Jahrhunderts. Robert De Niro spielte die Hauptrolle eines verstörten Vietnamveteranen und Taxifahrers. Jodie Foster übernahm die Rolle einer 14-jährigen Prostituierten auf der Suche nach Vergebung. Das äußerst gewalttätige Finale des Films beeinflusste zukünftige Regisseure wie Quentin Tarantino maßgeblich.

Das düstere Musical „New York, New York“ (1977) floppte, aber bereits 1980 kehrte Scorsese mit dem Meisterwerk „Wie ein wilder Stier” zu gewohnter Form zurück. Der Film, dessen Drehbuch auf der Autobiographie des Boxers Jake La Motta basierte, sollte Robert De Niro die Rolle seines Lebens und einen Oscar einbringen.

Wenig später wurde das Poolbillard-Drama „Die Farbe des Geldes“ (1986), mit Tom Cruise und Paul Newman in den Hauptrollen, zu einem großem Erfolg und erhielt fünf Oscar-Nominierungen.

1990 erschien der äußerst erfolgreiche Gangsterfilm „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia”. Neben Robert de Niro spielte auch Ray Liotta eine Hauptrolle in diesem extrem gewalttätigen Film über eine Gemeinschaft, die versucht, Familienleben und Verbrechen unter einen Hut zu bringen.

Der darauf folgende Film „Kap der Angst“ (1991) ist einer der finanziell erfolgreichsten Filme in Scorseses Laufbahn. Wie schon für Jodie Foster, wurde auch für Juliette Lewis ein Scorsese Film zum Karrierestart. Das Epos „Gangs of New York” (2002), in dem es um irische Immigranten im New York des 19. Jahrhunderts geht, war ein Abräumer an den Kinokassen und stellte die erste Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Leonardo DiCaprio dar. Der Film erhielt zehn Oscar-Nominierungen, darunter die fünfte für Scorsese als besten Regisseur.

DiCaprio und Scorsese feierten 2004 mit „Aviator”, der erfolgreichen Verfilmung des Lebens von  Howard Hughes, einen weiteren Erfolg. Neue Talente stellten darin die alte Riege Hollywoods dar. So ist zum Beispiel Cate Blanchett als Kate Hepburn und Jude Law als Eroll Flynn zu sehen.

Scorseses nächste Produktion, der Dokumentarfilm „Bob Dylan: No Direction Home” (2005), zeigte erneut, dass Scorsese ein begeisterter Musikliebhaber ist. Dylan und The Bank waren bereits 1978 das Thema seines Dokumentarfilms „Der letzte Walzer“.

Leonardo DiCaprio übernahm auch in dem Film „Departed – Unter Feinden” (2006) wieder die Hauptrolle. Für diese irisch-amerikanischen Kriminalgeschichte, die in Boston spielt, wurde Scorsese schließlich mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet. Nachdem er bereits fünfmal für den Oscar in der Kategorie „Beste Regie“ und zweimal in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ nominiert worden war, scherzte der Regisseur bei der Verleihung des Preises: „Könnten Sie vielleicht den Umschlag noch mal überprüfen“?

2010 arbeitete Scorsese erneut mit DiCaprio für „Shutter Island“ zusammen und wurde im gleichen Jahr bei den Golden Globes für sein Lebenswerk geehrt. 
Seit 1999 ist Martin Scorsese mit der Filmproduzentin Helen Morris in seiner fünften Ehe verheiratet.

Über THE BIOGRAPHY CHANNEL:

Beliebteste Themen: