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WOODY ALLEN

Geboren am: 01. Dezember 1935
Geburtsort: Brooklyn, New York, USA

Woody Allen wurde 1935 unter dem bürgerlichen Namen Allen Stewart Konigsberg als Sohn jüdischer Eltern geboren. Mit 16 legte er sich seinen Künstlernamen zu. Nachdem er das College abgebrochen hatte, beteiligte sich Allen am „NBC Writer's Program“ und machte Beiträge zu Programmen wie „The Colgate Comedy Hour“ oder der „Ed Sullivan Show“. Außerdem arbeitete er als Gag-Schreiber für Comedians und Nightclub-Künstler.

1960 war er bereits selbst als Stand-up Comedian erfolgreich und entwickelte damals schon sein später typisches Leinwandimage. 1965 feierte Allen sein Debüt als Filmschauspieler und Autor mit dem absurden Film „Was gibt’s neues, Pussy?“.
 
Später folgte sein Debüt als Filmemacher mit „What's up, Tiger Lily?“ (1966), in dem er einem japanischen Spionagethriller eine neue Handlung verlieh. Kurz darauf drehte er die James Bond-Parodie „Casino Royale“ (1967). Nach weiteren Bühnen- und TV-Produktionen übernahm Allen Regie und Hauptrolle in „Woody, der Unglücksrabe“ (1969), einer Parodie auf Gangster- und Dokumentarfilme.

In der Satire „Bananas“ (1971) kritisierte Allen sowohl Politik als auch Massenmedien. Der Episodenfilm „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“ (1972) besteht aus einer Serie von kleinen Geschichten, die lose mit dem Titel eines damals erfolgreichen Selbsthilfebuches verknüpft sind.

Im weiteren Verlauf der 70er machte Woody Allen mit Filmen wie „Der Schläfer“ (1973) und „Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“ (1975) weitere Schritte auf seinem Weg, sich von seinem Filmclownimage zu lösen. 
1977 erschien der bittersüße Film „Der Stadtneurotiker“, der für viele als der Woody Allen Film schlechthin gilt. „Der Stadtneurotiker“ erhielt mehrere Auszeichnung, unter anderem vier Oscars und stellt einen Bruch in Allens Werk dar, da er sowohl von persönlicher als auch filmischer Erfahrung Allens gespeist wurde.

In Zusammenarbeit mit Marshall Brickman schrieb Allen seinen, neben „Der Stadtneurotiker“, erfolgreichsten und wohl besten Film „Manhattan“ (1979) - mit wunderbarer Musik von George Gershwin, traumhaften Schwarzweißaufnahmen und einer brillanten Besetzung.

Einen weiteren Höhepunkt in Allens Schaffen markierte die Komödie „Hannah und ihre Schwestern“ (1986). Der Film erhielt drei Oscars und erzielte sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum großen Erfolg.

„Ehemänner und Ehefrauen“ (1992) bildete den Abschlusspunkt seiner Zusammenarbeit und Beziehung zu Mia Farrow. Dem öffentlichen Ende ihrer Beziehung, angeheizt durch die romantische Beziehung von Allen zu Farrows Adoptivtochter, folgten Anschuldigungen Farrows, Allen habe ihre Stieftochter sexuell belästigt. Allen Kritikern zum trotz heiratete er Soon-Yi Previn 1997 und adoptierte mit ihr zwei Kinder.

Allen blieb auf der Erfolgsspur und mit „Geliebte Aphrodite“ (1995), in dem er satirisch von einer langweiligen Ehe berichtet, die zu Seitensprüngen und Nachwuchs mit einem Callgirl führen, begeisterte er erneut. Außergewöhnlich ist der sporadisch auftretende griechische Chor, der die Rahmenhandlung erzählt, jedoch immer mehr in das Geschehen involviert wird.

Der von den Kritikern gelobte „Harry außer sich“ (1997) bot einen komplexen Einblick in das Leben eines Schriftstellers. Mit schwarzem Humor und dramatischer Darstellung der Werke des Autors wurde versucht, die Bedeutung des Künstlers in der Gesellschaft genauer zu beleuchten.

In den nächsten fünf Jahren veröffentlichte Allen weiterhin einen Film pro Jahr. Er versuchte sich in verschiedenen Genres, vom komischen „Schmalspurganoven“ (2000) bis hin zum geheimnisvollen „Im Bann des Jadeskorpions“ (2001).

Am Anfang des neuen Jahrtausends schien Allen in seinen Filmen häufig auf seine Romanze mit Stieftochter und Ehefrau Soon-Yi Previn anzuspielen. In dem Film „Im Bann des Jadeskorpions“ hat Allen eine Romanze mit Charlize Theron, in „Hollywood Ending“ (2002) hat es ihm die jugendhafte Tea Leoni angetan und in „Anything Else“ (2003) tut er sich mit der 45 Jahre jüngeren Christina Ricci zusammen.

2005 erzielte er einen durchschlagenden Erfolg mit „Match Point“. Für Aufsehen sorgte zudem 2008 „Vicky Cristina Barcelona“, der Penélope Cruz ihren ersten Oscar bescherte. „Whatever Works“ (2009) zeigte erneut eine romantische Filmkomödie und eröffnete das Tribeca Film Festival. Und auch nach Jahrzehntelanger, vielseitiger Arbeit scheint Allen noch nicht am Ende seines filmischen Schaffens angekommen.

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