MERYL STREEP
Geboren am: 22.06.1949
Geburtsort: Summit, New Jersey, USA
Mary Louise Streep wurde 1949 in New Jersey geboren. Sie hat zwei Geschwister und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Ihr Vater war in leitender Position in einen Pharmaunternehmen und ihre Mutter arbeitete als Grafikerin. Streep studierte nach ihrem Schulabschluss zunächst Theater am Vassar College in New Jersey. Ihren Abschluss als Master of Fine Arts machte sie an der Universität Yale.
Nach der Beendigung ihres Studiums ließ sie sich in New York nieder und begann eine sehr erfolgreiche Zeit als Theater- und Musicaldarstellerin. Bereits 1976 wurde sie mit dem renommierten „Theater World Award“ ausgezeichnet. Starqualitäten erreichte sie in dem Broadway-Musical „Happy End“, worauf die Filmindustrie auf sie aufmerksam wurde.
Ihre erste Rolle erhielt sie in dem Film „Julia“, auf die die Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß“ folgte. Für diese TV-Produktion, die in Deutschland heftige Diskussionen um die Aufarbeitung des Holocaust auslöste, erhielt Streep ihren ersten Emmy als beste Hauptdarstellerin.
1978 entstand an der Seite von Robert De Niro das Vietnam-Drama „Die durch die Hölle gehen“. Die Produktion nahm starken Einfluss auf Streep: zum einen erhielt sie ihre erste Oscarnominierung. Zum anderen erkrankte ihr Verlobter und Schauspielkollege John Cazale an Knochenkrebs. Gemeinsam drehten sie „Die durch die Hölle gehen“ zu Ende, woraufhin Streep ihn bis zu seinem Tod pflegte.
Noch im selben Jahr heiratete sie den Bildhauer Don Gummer, der ihr geholfen hatte, über den Tod ihres Verlobten hinweg zu kommen. Die Ehe hat bis heute Bestand, gemeinsam hat das Paar vier Kinder.
Nach einer Rolle in Woody Allens Film „Manhattan“, gelang ihr 1979 der internationale Durchbruch in „Kramer gegen Kramer“ an der Seite von Dustin Hoffman. Ihre Leistung in dem Scheidungsdrama brachte ihr ihren ersten Oscar ein.
In den 80er Jahren gelang es Streep, ihre Karriere sehr erfolgreich fortzusetzen. Sie war beispielsweise in „Die Geliebte des französischen Leutnants“, „Silkwood“ oder „Wolfsmilch“ zu sehen. Für ihre Protagonistenrolle in „Sophies Entscheidung“ (1983) erhielt sie ihren zweiten Oscar. „Jenseits von Afrika“ (1985) an der Seite von Robert Redford brachte ihr eine weitere Oscarnominierung.
Die 1990er zeigten umso deutlicher auf, dass Meryl Streep eine vielseitige Schauspielerin ist. Ihr Repertoire wies die Farce „Der Tod steht ihr gut“, das historische Drama „Das Geisterhaus“, „Die Brücken am Fluss“ oder auch die Komödie „Die Teufelin“ auf. Nach diesen breitenwirksamen Filmen unterstrich sie mit „Marvins Töchter“ und „Music of the Heart“ ihre Brillanz als Schauspielerin.
Und auch im neuen Jahrtausend nimmt die Popularität der Amerikanerin nicht ab. Einen großen Hit landete sie an der Seite von Nicole Kidman mit „The Hours“ aus dem Jahr 2002. Kinohit 2008 war „Mamma Mia!“, eine Musicalverfilmung. Die Lieder basierten dabei auf den Hits der Popgruppe ABBA und wurden von den Darstellern selbst gesungen.
Für „Adaption“ (2003), „Der Teufel trägt Prada“ (2006) und „Glaubensfrage“ (2009) erhielt sie erneut Oscarnominierungen. 2011 gelang ihr erneut ein Coup mit der Filmbiografie „Die eiserne Lady“, welche das Leben und Wirken der britischen Premierministerin Margaret Thatcher behandelt. Für ihre erneut herausragende schauspielerische Leistung erhielt sie 2012 unter anderem einen Oscar und einen Golden Globe in der begehrten Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“.
Ihr neuestes Filmprojekt ist „August: Osage County“, das auf dem mit einem Pulitzer Preis ausgezeichneten, gleichnamigen Theaterstück von Tracy Letts basiert und Mitte 2013 in die Kinos kommen soll. In dem Komödiendrama spielt sie an der Seite ihrer Schauspielkollegin Julia Roberts eine der beiden Hauptrollen.
Mit bisher 17 Nominierungen für den Academy Award, 27 für den Golden Globe und 14 für den BAFTA zählt sie zur absoluten Elite der Schauspieler.






















