RICHARD BRANSON
Geboren am: 18. Juli 1950
Geburtsort: Surrey, England, Großbritannien
Der findige britische Unternehmer, mit dem scheinbar unstillbaren Durst neue Unternehmen zu gründen, wurde als Sohn eines Anwalts und einer Flugbegleiterin geboren.
Er besuchte die Stowe School, die er jedoch ohne Abschluss verließ, wahrscheinlich aufgrund seiner Legasthenie. Mit sechzehn gründete er die Zeitschrift Student und mit siebzehn eine Beratungsstelle für Schüler und Studenten.
Nachdem er die Schule verlassen hatte, versuchte er sich im Musikgeschäft. Da er Schallplatten unter dem Durchschnittspreis verkaufen konnte, brachte er mit Freunden einen Versandkatalog heraus. Dieser war von Erfolg gekrönt und so eröffneten sie 1970 einen Platten-Discounter. Sie nannten das Unternehmen „Virgin“, weil es ihr erstes Unternehmen war.
1972 folgte die Gründung von Virgin Record. Das erste Tonstudio eröffneten sie in Oxfordshire, England. Das erste Album, das dort aufgenommen wurde, war das des Sängers Mike Oldfield, welches über fünf Millionen Mal verkauft wurde. Als Punk langsam aufkam, nahm Virgin Records die Punk-Band „The Sex Pistols“ unter Vertrag, nachdem diese von allen anderen Plattenunternehmen abgelehnt worden war – ein wahrer Glücksgriff.
Eines seiner Hauptgeschäfte ist Richard Bransons Fluggesellschaft Virgin Airlines. Gegründet 1984 gehört sie mit zu Singapore Airlines und ist die zweitgrößte britische Langstreckenlinie, und erhielt darüber hinaus bereits einige Auszeichnungen.
Um die Fluggesellschaft erhalten zu können, verkaufte Branson 1992 das Musiklabel Virgin an EMI, einem eher konservativen Unternehmen, das einen Vertrag mit „The Sex Pistols“ ehemals abgelehnt hatte. Branson war sehr niedergeschlagen als der Verkauf über die Bühne ging – war Virgin Records doch die Wiege des „Virgin Empire“.
1994 versuchte er den Lotto-Jackpot zu knacken und versprach, den gesamten Gewinn für Wohltätigkeitszwecke zu verwenden – und verlor. Ebenso fünf Jahre später bei seinem zweiten Versuch.
1997 übernahm Branson einen Teil des alten, britischen Schienennetzes unter dem Namen Virgin Rail. Trotz des Einsatzes neuer Züge kommt es weiterhin zu Verspätungen und Verkehrsbehinderungen. Erst kürzlich gründete Branson ein Mobilfunknetz, ein Internetunternehmen und eine Colamarke, deren Name Virgin Cola nicht überrascht.
2006 verkaufte Branson Virgin Mobile an die Telefongesellschaft NTL Telewest für beinahe 1,5 Milliarden Euro. Als Teil des Vertrags zahlt das Unternehmen einen Mindestbetrag von über elf Millionen Euro pro Jahr, um den Namen Virgin zu vertreiben. Branson wurde außerdem der größte Aktionär des Unternehmens. Das neue Unternehmen startete unter großem Trubel im Februar 2007 unter dem Namen Virgin Media.
Branson ist drüber hinaus für seine „ultimativen Abenteuer“ bekannt. So überquerte er 1987 den Atlantik im Virgin Atlantic Flyer, dem ersten und größten Ballon, der den Ozean überquerte. 1995 - 1998 plante Branson die Erde in einem Heißluftballon zu umrunden und startete mehrere erfolglose Versuche.
Für seine Leistungen als Unternehmer wurde er 1999 zum Knight Bachelor ernannt und zum Ritter geschlagen. Neben diesen betätigt er sich in karitativen Unternehmungen, insbesondere im Kampf gegen Aids und Tabakwerbung.
Er ist mit Joan verheiratet, mit der er zwei Kinder, Holly und Sam, hat.


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