COLIN FARRELL
Geboren am: 31. Mai 1976
Geburtsort: Dublin, Irland
Der Sohn eines irischen Football-Stars wuchs in verhältnismäßigem Wohlstand auf, arbeitete aber schon früh an seinem Auftreten als „Bad-Boy“. Als er sein vorläufiges Bemühen ein Football-Star zu werden abbrach, weil ihm das Training zu anstrengend war, drehte er durch. Er trank viel, war exzessiv hinter Frauen her und spritze sich Drogen. Seine Sucht nach Sex, Drugs und Rock’n’Roll brachten ihn sogar für eine Nacht hinter Gitter, weil er bei einer Geschwindigkeitsübertretung geschnappt worden war.
Auch die Schule nahm Farrell in jungen Jahren alles andere als ernst. Er zog es vor, in Pubs zu gehen, in der Schule saß er meist in der letzten Reihe mit dem Walkman im Ohr. Sein mangelnder Respekt und sein feuriges Temperament führten dazu, dass er mit 17 Jahren der Gormanston School verwiesen wurde, weil er einen Lehrer gegen die Wand schlug. Farrell lebte sehr ausgelassen und später sagte er, dass er sich in dieser Zeit wie ein Rockstar fühlte.
Nach der Schule versuchte sich Farrell in vielen Jobs. Aber sein Leben änderte sich schlagartig, als er begann in einer „Line-Dance“-Truppe mitzumachen. Schnell wurde ihm klar, dass Cowboy-Hüte und lederne Beinschützer nicht gerade einen Rockstar aus ihm machen konnten. So entschied er 1996, sich an der „Gaiety School of Drama“ anzumelden. Seine Zeit dort war jedoch kurz, da er schnell der vielen Kritik überdrüssig wurde und er versuchte es schließlich auf eigene Faust.
Das Schicksal meinte es gut mit Colin Farrell und er erhielt eine Rolle in „Ballykissangel“ (1996). Anschließend hatte er genug zu tun in Werbespots und in, mit wenig Geld produzierten, irischen Filmen, bis es ihm gelang eine Rolle in „Blood Brothers“ zu ergattern, einem Musical, das im West End Londons aufgeführt wurde.
Seine Arbeiten am Theater häuften sich und sein Ansehen als Schauspieler wuchs. Schließlich konnte er seinen Durchbruch als autistischer Junge in Gary Mitchells Theaterstück „In a little World of our Own“ (1998) feieren. Im Publikum saß Kevin Spacey, der den jungen Iren entdeckte und ihn für eine Rolle in „Ein ganz gewöhnlicher Dieb“ (2000) vorsah, einem Film über eine Dubliner Gang.
Farrells steiler Aufstieg war nicht mehr zu bremsen. Er zog nach Los Angeles und als nächstes kam Joel Schumacher und schnappte ihn sich für eine Rolle in „Tigerland“ (2000). Von nun an galt Farrell als einer der besten Nachwuchsschauspieler Hollywoods. Weitere prestigeträchtige Rollen folgten und schnell spielte Farrell neben Bruce Willis in „Das Tribunal“ (2002) und Tom Cruise in „Minority Report“ (2002). Dieser Film von Steven Spielberg bedeutete Farrells endgültigen Durchbruch und versorgte ihn im Folgejahr mit sechs Rollen.
Dazu zählten unter anderem die Blockbuster „Der Einsatz“ (2003) an der Seite von Al Pacino, die Comic-Verfilmung „Daredevil“ (2003) mit Ben Affleck und „S.W.A.T. – Die Spezialeinheit“ (2003).
Einen ersten Höhenpunkt seiner Karriere bildete die Hauptrolle in Oliver Stones „Alexander“ (2004). Die Verkörperung des Weltherrschers Alexander der Große bildete dabei eine neue Herausforderung für Farrell und unterstrich seine Vielseitigkeit.
Es folgten Liebesfilme wie „The New World“ (2005), „Ask the Dust“ (2006), Woody Allens „Cassandras Traum“ (2007) oder „Brügge sehen... und sterben?“ (2008), der ihm einen Golden Globe einbrachte. Daraufhin begab sich Farrell in eine Entziehungskur, da er eine Abhängigkeit von Medikamenten entwickelt hatte. Danach war sein erstes Projekt „Das Gesetz der Ehre“ (2008) von Regisseur Gavin O´Connor neben Edward Norton.
2009 konnte Farrell erneut durchstarten und war in drei Filmen zu sehen. Dies war zum einen „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ neben Johnny Depp und Jude Law, zum anderen in dem Drama „Crazy Heart“ und zu guter Letzt in „Ondine“, ein irischer Fantasyfilm, den die deutschen Fans 2010 in den Kinos sehen.
Colin Farrell ist für sein Verhalten im Privaten genauso bekannt wie für seine Rollen, die er spielt. Er hat das Image eines bösen Jungen wegen seiner heftigen Trinkereien, seiner geschmacklosen Offenheit und seiner vulgären Kraftausdrücke. Aber er war auch schon immer ein Liebling der Frauen. 2001 war er kurz mit Amelia Warner verheiratet. Außerdem kam im Jahr 2003 seine erster Sohn zur Welt, den er mit seiner damaligen Freundin Kim Bordenave, einem Model, bekam. 2009 wurde sein zweiter Sohn geboren, der Farrells gemeinsames Kind mit der polnischen Sängerin und Schauspielerin Alicja Bachleda-Curuś ist.



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