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AL CAPONE

Geboren am: 17. Januar 1899
Geburtsort: Brooklyn, New York, USA
Gestorben am: 25. Januar 1947

Alfonso Gabriel "Al" Capone war eines der neun Kinder, die seine italienischen Eltern in Brooklyn aufzogen. Der Sohn der Auswanderereltern, wuchs in einem Viertel auf, das von unterschiedlichsten Migrationshintergründen geprägt war. Er galt als intelligent und sportlich, besaß jedoch einen eher unauffälligen Charakter. Im Alter von zwölf Jahren verließ er die Schule und hielt sich fortan mit Gelegenheitsjobs über Wasser.

Die Familie Capone war bodenständig und gesetzestreu, obwohl sie ein lauter italienisch- amerikanischer Clan waren. Es gab deshalb nur wenig Anzeichen, dass sich der junge Capone in eine Welt voller Kriminalität wagen würde und Staatsfeind No. 1 wurde.

Doch schon kurz nach seinem Schulabgang schloss er sich diversen kriminiellen Jugenbanden an. Im Sommer 1917 zog er sich die Verletzung zu, die ihm seinen Spitznamen „Scarface“ einbrachte. Während einer Barstreitigkeit zückte sein Gegenüber ein Messer und versehrte Capone. Nach weiteren Gang-Auseinandersetzung zog Capone 1919 zu seiner Sicherheit nach Chicago und und wurde Mitglied einer Gang, die von dem Gangster Johnny Torrio geleitet wurde.

In Chicago gelang es ihm schnell an Macht und Einfluss zu gewinnen. Chicago, das eine ausgeprägte Unterwelt prägte und wo Glücksspiel und Korruption florierten, bot einen optimalen Nähboden für Capones Karriere.

Das Vergnügungsviertel gewann zunehmend Einfluss auf das gesamte politische und gesellschaftliche Leben. Und nicht zuletzt Capones Einsatz im Kampf gegen die Durchsetzung des Alkoholverbots, trug zu seine Popularität bei.

Nachdem Torrio bei einem Mordanschlag verletzt wurde und das Geschäft nicht mehr weiterführen konnte, übernahm Al Capone die Gang. Bald hatten sie die Schmuggler, das Glücksspiel und die Prostitution unter ihrer Kontrolle. Die Zeit  der Prohibition war von Gewalt geprägt und viele Jugendliche starben bei den Straßenkämpfen der Gangs. Daher beschlossen die Bandenchefs erneut ein Übereinkommenm, das die Territorien der Gangs absteckte und so eine Entschärfung der Bandenkriege bewirkte.

Zweifellos ist der berühmteste Befehl Capones das St. Valentins Massaker vom 14. Februar 1929. Capones Gang gab sich als Polizisten aus und ermordete Mitglieder verfeindeter Familien. Wenig später verbüßte er seine erste Haftstrafe, wurde jedoch bald schon wegen guter Führung entlassen.

Doch die Justiz blieb ihm im Nacken und arbeitete fieberhaft daran, seinen kriminellen Geschäften ein endgültiges Ende zu setzen. Ab 1930 galt er als Staatsfeind No. 1, woraufhin er mehrfach wegen Bagatelldelikten festgesetzt wurde. 1931 erfolgte schließlich die Festnahe aufgrund Steuerhinterziehung, da dies das einzige Delikt war, welches man ihm stichhaltig nachweisen konnte. Obwohl er zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, gelang es ihm, seine Geschäfte aus dem Gefängnis heraus fortzuführen. Daher wurde er in das Hochsicherheitsgefängnis nach Alcatraz verlegt.

1939 wurde er, nach 7 ½ Jahren wegen guter Führung entlassen. Aufgrund einer Infektion mit  Syphilis hatte sich sein Gesundheitszustand während dem Arrest extrem verschlechtert. Daher verbrachte er seinen letzten Lebensjahre mit seiner Familie auf deren Anwesen in Florida, wo er am 25. Januar 1947 starb.

Der „Mythos Capone“ war schon zu seinen Lebzeiten entstanden. Galt er in den Bandenkriegen als äußerst kaltblütig, war er doch auch für seine Großzügigkeit, Verlässlichkeit und einen geschickten Umgang mit der Presse und medienwirksamen Auftritten bekannt. Der Mythos fand unter anderem Eingang in zahlreichen Gangsterfilmen.

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