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AUGUSTO PINOCHET UGARTE

Geboren am: 26. November 1915
Geburtsort: Valparaíso, Chile
Gestorben am: 10. Dezember 2006

Obwohl Pinochet der Sohn eines gewöhnlichen Grenzbeamten war, stieg er schnell im Offizierskorps auf und war schon in den frühen 1950er Jahren in die Politik involviert, als er hart gegen die chilenischen Kommunisten vorging.

Regierungschef Salavador Allende ernannte ihn 1973 zum neuen Oberbefehlshaber des Heeres, nachdem zuvor aufgrund politischer und wirtschaftlicher Spannungen einige Minister und Carlos Prats zurückgetreten waren. Im September 1973 musste Präsident Allende entdecken, wie falsch seine Entscheidung gewesen war. Er verlor während des Putsches von General Pinochet sein Leben, der an der Spitze der Militärjunta die Macht übernahm.

Pinochet säuberte die Verwaltung von Anhängern Allendes und ließ mehr als 3000 Menschen hinrichten. Tausende mehr wurden gefoltert, in Konzentrationslager verschleppt oder ins Exil getrieben.

Er löste das chilenische Parlament auf und verbot jedwede politische und gewerkschaftliche Betätigung. 1974 ernannte er sich selbst zum Präsidenten.
Bis Mitte der 1980er Jahre hatten sich die chilenischen Linksparteien neu gruppiert und begannen damit, Massenproteste zu organisieren. 1986 entkam Pinochet nur knapp einem Attentat.

1980 führte das Militär eine neue Verfassung ein, die die Herrschaft Pinochets legalisierte, da das Ausland vor allem aufgrund der Menschenrechtsverletzungen Druck auf die Militärdiktatur ausübte. Gefälschte und undemokratische Wahlen bestätigten die Verfassung. Jedoch sah sie auch ein Referendum für die Präsidentschaftswahlen von 1989 vor. In einer Volksabstimmung sollte über die Zulassung weiterer Kandidaten abgestimmt werden. Pinochet musste sich Patricio Aylwin in den freien Wahlen geschlagen geben.

1990 trat er dann zögerlich vom Amt des Präsidenten zurück. Dennoch blieb er Oberkommandierender der Armee. Er benutzte diese Position, um sicherzustellen, dass kein Mitglied der Sicherheitskräfte, das verdächtigt wurde Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben, strafrechtlich belangt werden konnte. Darüber hinaus half ihm sein Posten dabei, allen radikalen politischen Initiativen entgegentreten zu können.

1998 gab Pinochet seinen Posten als Oberkommandierender endgültig auf. Am nächsten Tag nahm er im Parlament einen Posten als Senator auf Lebenszeit ein, den er selbst in der Verfassung von 1980 verankert hatte und der ihm politische Immunität gewährleistete. 

Im selben Jahr forderte Spanien von Großbritannien die Auslieferung Pinochets, da man sich so erhoffte, das Verschwinden spanischer Staatsbürger während der Regierungszeit Pinochets aufklären zu können. Das Ansinnen wurde von Großbritannien mit der Begründung abgelehnt, dass sein Gesundheitszustand zu schlecht wäre, um einen Prozess durchzustehen. Die Versuche ihn vor Gericht zu stellen gingen jedoch weiter.

Am Morgen des 3. Dezember 2006 erlitt Pinochet eine Herzattacke. Das chilenische Berufungsgericht hob einen Tag später den gegen Pinochet bestehenden Hausarrest auf. Augusto Pinochet verstarb am 10. Dezember 2006 an einem schweren Herzanfall und einem Lungenödem im Kreis seiner Familie. Sein letztes Wort soll Lucía, der Name seiner Frau, gewesen sein.

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