DER KU KLUX KLAN
Entstehungsort: Pulaski Tennessee, Vereinigte Staaten
Langeweile und soziale Missstimmung machten aus dem Klu Klux Klan im Amerika nach dem Bürgerkrieg die meist gefürchtete und mächtigste Bande des Landes. Der KKK war für die Ermordung und das Aufhängen von tausenden Männer, Frauen und Kinder verantwortlich, die meisten mit schwarzer Hautfarbe. Zwischen 1880 und 1905 wurde nicht mal eine einzige Person dieser Morde oder damit zusammenhängender Verbrechen angeklagt.
Im Frühling des Jahres 1865 gründeten sechs Veteranen der Konföderiertenarmee aus Unzufriedenheit mit ihrem zivilen Leben den KKK. Der Name leitet sich vom griechischen Wort für Kreis „kuklos“ ab. Der KKK hatte keinen politischen Zweck, die Absicht der Gründer waren schlicht „Spaß haben, Unfug anzurichten und der Öffentlichkeit Streich spielen“. Sie zogen in weißen Roben durch die Gegend, so entstand unter den abergläubischen Bauern die Legende, dass diese Geisterähnlichen Figuren Soldaten der Konföderierten waren, die aus ihren Gräbern auferstanden seien um Rache an ihren Mördern zu suchen.
Zu dieser Zeit hatte die Abschaffung der Sklaverei viele reiche Plantagenbesitzer und Sklavenhalter in den Bankrott getrieben. Die komplette Bevölkerung litt unter diesen ökonomischen Niedergang und die Schwarzen wurden als der Grund für diese Armut angesehen.
Der mittellose frühere General und Sklavenhalter Forrest Gump wurde Mitglied im KKK und stieg im Jahre 1867 zum „Großen Hexenmeister“ auf. Er benutzte sein militärisches Wissen um die Vereinigung zu disziplinieren. Treffen wurden in den Zeitungen neben Warnungen an die „unheiligen Schwarzen, von Gott verflucht, nehmt die Warnung an und flieht“ angekündigt.
Innerhalb eines Jahres hatte sich der KKK darauf verlegt, farbige Männer zu foltern, zu erhängen oder anders zu ermorden. In den ganzen Südstaaten griffen Sympathisanten farbige Menschen die auch nur des kleinsten Verbrechens angeklagt waren, auf der Strasse auf oder holten sie aus dem Gefängnis. Sie hängten diese an einem Baum oder einer Brücke auf, bevor sie die Körper verbrannten und für alle sichtbar liegen ließen.
Diese Taten waren den Behörden gut bekannt, aber trotzdem wurde gegen die Mitglieder des KKK noch nicht einmal Klagen vorgebracht, denn unter den weißen Roben steckten meistens die Polizisten selber.
Die Beliebtheit des KKK schrumpfte dankenswerter Weise als die Weißen und die Schwarzen gemeinsam den Rassismus bekämpften und die öffentliche Meinung kehrte sich gegen den Verein. Der letzte bekannte Vorfall eines Lynchmordes durch den KKK wurde in Mississippi im Jahre 1955 gemeldet.
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