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ERWIN ROMMEL

Geboren am: 15. November 1891
Geburtsort: Heidenheim, Baden-Württemberg, Deutschland
Gestorben am: 14. Oktober 1944

Erwin Johannes Eugen Rommel trat 1910 als Offizierskadett dem 124. Infanterieregiment bei und wurde zwei Jahre später zum Leutnant zweiten Ranges ernannt. Während des 1. Weltkrieges diente er in Frankreich, wie auch an der rumänischen und italienischen Front. Nach dem Krieg führte er das Kommando über verschiedene Regimenter und war darüber hinaus als Militärberater tätig. Des Weiteren veröffentlichte er einige Lehrbücher zu militärischer Taktik und arbeitete als Ausbilder an der Infanterieschule in Dresden.

Im Hinblick auf die historischen Gegebenheiten gilt aus wissenschaftlicher Sicht gesichert, dass Rommel den Regimewechsel positiv auffasste. Da er direkt die Auswirkungen des ersten Weltkrieges miterlebt hatte, fasste er wohl insbesondere die von Hitler angestrebte Revision des Versailler Vertrages positiv auf. Dieser hatte unter anderem eine deutlich Dezimierung und einen Bedeutungsverlust der Streitkräfte zur Folge gehabt. Die Aufwertung, die das Militär unter Hitler erfuhr, stieß damit auf gute Resonanz bei den Soldaten.

Nach mehreren Ausbildungsaufträgen und Beförderungen wurde Rommel 1938 Kommandeur des Führerbegleitbataillons, das für Adolf Hitlers Sicherheit beim Einmarsch in das Sudetenland und nach Prag verantwortlich war. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er zum Generalmajor ernannt und war bei der Besetzung Polens wiederum für Hitlers Schutz zuständig.

1940 kommandierte er die 7. Panzerdivision beim Einrücken nach Frankreich. Im Juni 1942 wurde er als Anerkennung für seine Erfolge in Ägypten zum jüngsten Feldmarschall der deutschen Armee ernannt. Schließlich drängte man seine Division jedoch nach Tunesien zurück und er musste wegen seines schlechten Gesundheitszustandes nach Deutschland zurückkehren.

Im Juli 1943 übernahm er das Oberkommando in Norditalien und wurde damit zum Chef aller deutschen Truppen zwischen den Niederlanden und der Loire. Dennoch gelang es den Deutschen nicht, die Invasion der Alliierten im folgenden Juni zu verhindern. Am 17.Juli wurde Rommel durch einen Luftangriff schwer verwundet und musste zur Genesung nach Deutschland zurückkehren. Ab November 1943 übernahm er insbesondere die Überwachung des Atlantikwalls.

Hatte Rommel Hitler stets bewundert, änderte sich diese Einstellung in Bezug auf den Einsatz in Nordafrika. Die Lagebeurteilung Hitlers war grundverschieden von seiner eigenen, woraufhin er sogar Befehlsverweigerung beging. Die Forschungsliteratur sieht allerdings die Tatsache problematisch, dass sich Rommel nicht mit der nationalsozialistischen Ideologie auseinandersetzte. Als loyaler Soldat gehorchte er.

Da er der Mittäterschaft an der Verschwörung zur versuchten Ermordung Hitlers verdächtigt wurde, ließ man ihm die Wahl zwischen Selbstmord durch Gift oder einem Gerichtsprozess. Rommel wählte die erste der beiden Möglichkeiten und beendete sein Leben am 14. Oktober 1944.

Rommel wurde mit allen militärischen Ehren begraben und erntete für seine militärischen Erfolge den Respekt seiner Zeitgenossen. Sein Einsatz in Nordafrika brachte ihm den Beinamen „Wüstenfuchs“ ein. Die NS-Propaganda förderte gezielt die Entstehung des „Mythos Rommel“, der auch heute noch das Bild Rommels prägt.

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