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OSAMA BIN LADEN

Geboren: (vermutlich am) 10. März 1957
Geburtsort: Riad, Saudi Arabien
Gestorben: 2. Mai 2011, Abbottabad, Pakistan

Osama bin Laden wurde 1957 in eine wohlhabende saudische Familie geboren.  Das Bauunternehmen seines Vaters übte eine einflussreiche Stellung aus, die bis in das saudische Königshaus reichte. Noch während seiner Schul- und Universitätszeit trat er der Muslimbruderschaft bei.

Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, warum bin Laden zunehmend mit dem bewaffneten politischen Kampf symphatisierte, wird häufig 1979 als Schlüsseljahr genannt. Nach der sowjetischen Invasion Afghanistans sammelte er Geld und Unterstützung für den afghanischen Widerstand, die Mudschaheddin.

Nach weiteren Reisen trat er schließlich dem bewaffneten Kampf bei. Als wohlhabender Saudi fiel er sofort auf und es gelang ihm eine Anhängerschaft um sich zu scharen, so dass sich schließlich auch andere Araber zu den afghanischen Muslimen gesellten. Er organisierte ein Gästehaus und Ende der 1980er Trainingslager, welche er als al-Quaida bezeichnete und fortan den Widerstandskämpfern als Anlaufstelle diente. Eine zentrale Rolle in seiner Radikalisierung spielte Abdallah Azzam, der aktiv am afghanischen Widerstand beteiligt war und mit dem er in Zukunft eng zusammenarbeiten sollte.

Der afghanische Jihad gegen die Sowjet-Armee wurde von amerikanischen Dollars, sowie den Regierungen von Saudi Arabien und Pakistan unterstützt. Als die sowjetischen Truppen schließlich abzogen, war Bin Laden von der fehlenden Anerkennung seiner Verdienste enttäuscht. Eine halbe Million US-Soldaten wurde nach Saudi Arabien eingeladen, was in Bin Ladens Augen einem historischen Verrat gleichkam.

So begann er dann auch seine Aktivitäten gegen die USA und ihre Verbündeten im Mittleren Osten zu richten. 1991 wurde er, wegen seiner Aktivitäten gegen die Regierung, aus Saudi Arabien ausgewiesen. Seine Bankkonten wurden eingefroren und seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Unter diesem zunehmenden Druck radikalisierte sich Bin Laden immer mehr.

Er siedelte mit seiner Familie und hunderten seiner Kämpfer in den Sudan über, wo er zunächst unter anderem im Baugeschäft tätig war. Doch nach Beendigung des Kuwaitkrieges und der fortdauernden Stationierung US-amerikanischer Truppen nahm das antiamerikanische Mobilmachen zu. Es erfolgte eine zunehmende internationale Vernetzung mit radikalen Gruppierungen wie der Hisbollah.

Mitte der 1990er Jahre rief er zu einem globalen Krieg gegen alle Amerikaner und Juden auf. 1998 veröffentlichte er seine berühmte Fatwa, einen rechtsverbindlichen religiösen Richterspruch, in der er den USA den Krieg erklärte.

Experten bezeichnen Bin Laden als Teil einer internationalen islamistischen Front, welche Saudis, Ägypter und andere Gruppen zusammenbringt.

1996 wurde bin Laden auf Druck der USA und UN aus dem Sudan ausgewiesen und kehrte nach Afghanistan zurück. Dort errichtete er erneut zahlreiche militärische Ausbildungslager und schloß sich mit den fundamentalistischen Taliban zusammen. Diese terroristische Verbindung verübte seither unzählige weltweite Attentate.

Bin Laden wurde vorgeworfen, der Drahtzieher hinter den Anschlägen auf US-Botschaften in den 1990er Jahren, den Anschlägen vom 11. September 2001 und anderen Angriffen gewesen zu sein. Darüber hinaus wurde angenommen, dass er sich nach dem 11. September 2001 in Afghanistan aufhielt.

Al-Quaida, oder auch Gruppen, die mit al-Quaida in Verbindung stehen, führen auch nach dem Sturz der Taliban und dem damit verbundenen Verlust ihrer Basen, weiterhin Anschläge aus.

In der Nacht zum 2. Mai erschossen US-Soldaten Bin Laden bei der von US-Präsident Barack Obama befohlenen Erstürmung seines Anwesens in Abbottabad, Pakistan.

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