FERDINAND PORSCHE

Geboren am: 03. September 1875
Geburtsort: Maffersdorf, Böhmen (heute Vratislavice, Tschechien)
Gestorben am: 30. Januar 1951
Der junge Ferdinand Porsche entschloss sich, anstatt eine Universität zu besuchen, lieber eine Mechanikerlehre zu beginnen. Schon früh entwickelte er den Radnabenelektromotor.
1898 wurde er von Lohner, einem Hersteller von Elektroautos, eingestellt und baute im Alter von 23 Jahren den Lohner-Porsche. Dieses Auto wurde auf der prestigeträchtigsten Ausstellung seiner Zeit, der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900, vorgestellt und ausgezeichnet.
Porsche gewann dadurch die Möglichkeit, einen neuen Prototypen zu designen. Er entwarf ein vierrädriges Auto, dessen Räder einzeln von einem separaten Elektromotor betrieben wurden – das erste Allradauto. 1902 gewann es mit Porsche als Pilot in seiner Klasse den Bergwettbewerb in Exelberg.
Während der nächsten 25 Jahre arbeitete er für diverse Firmen. Zu seinen bedeutendsten Errungenschaften zählten die Entwicklung eines im Ersten Weltkrieg verwendeten Lastwagens sowie die ersten Autos mit Hybridantrieb.
1923 stieß Ferdinand Porsche zu Daimler Deutschland. 1926 fusionierte Porsche mit Benz, was Ferdinand Porsche die Möglichkeit verschaffte, an den Mercedes S und SSK Projekten mitzuarbeiten. Neben Rennautos entwarf er in den nächsten Jahren einen Lastwagen mit Dieselmotor und einen populären PKW.
Nachdem er sich 1930 selbstständig gemacht hatte, erhielt er 1934 von Hitler den Auftrag den ersten „Volkswagen“ zu entwerfen und zu bauen. Porsche gestaltete daraufhin den VW Käfer. Im Zweiten Weltkrieg tat sich Porsche als Konstrukteur von Militärfahrzeugen hervor.
Nach dem Krieg wurde der Autobauer für zwanzig Monate in einem französischen Gefängnis interniert. Sein Sohn übernahm daraufhin die Geschäfte.
Ferdinand Porsche wurde von der Universität Stuttgart mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet und war mit Sicherheit der fortschrittlichste Automobildesigner der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Dr. Porsche starb 1951 im Alter von 75 Jahren. Dank seiner Kinder und Enkel war der Name der Maschinenbaufirma Porsche auch in der Folgezeit mit Ruhm und Erfolg verbunden.
Im Jahr 2009 erregte der Machtkampf zwischen VW und Porsche die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Vorstandschef Wendelin Wiedeking und Miteigentümer Ferdinand Piëch lieferten sich einen öffentlichen Schlagabtausch, der eine Neuordnung beider Betrieb zur Folge hatte.
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