JUDI DENCH
Geboren am: 9. Dezember 1934
Geburtsort: York, North Yorkshire, Großbritannien
Judith Olivia Dench wurde 1934 in York als jüngstes von fünf Geschwistern geboren. Ihr Vater was als Arzt beim örtlichen Theater tätig. Ihr älterer Bruder ist ebenfalls Schauspieler. Bevor Dench zum Film kam, war sie bereits eine vielfach ausgezeichnete Theaterschauspielerin. Sie erhielt ihre Ausbildung an der „Central School of Speech and Drama“ in London und spielte im Anschluss daran bei der „Old Vic Company“. Gemeinsam mit der „Royal Shakespeare Company“ war sie in den USA, Kanada und auch Europa auf Tournee.
Die britische Schauspielerin feierte ihren Durchbruch im Alter von 25 Jahren mit der Titelrolle der Julia in „Romeo und Julia“ im Old Vic Theater in London. Sie war am Theater vor allem in klassischen Stücken zu sehen und konnte mit der Verkörperung der „Sally Bowles“ in dem Musical „Cabaret“ (1968) größte Erfolge erzielen.
Nach vielen Auszeichnungen für ihre Leistungen am Theater, konnte Dench 1970 über den Orden des Britischen Empire freuen. Wenig später wurde sie zur „Dame of the British Empire“ ernannt. Ihr Leinwanddebüt hatte sie 1964 in dem Film „The third Secret“. Seither konnte man sie neben ihren Auftritten im Theater auch regelmäßig in Film und Fernsehen sehen.
Weltweit bekannt wurde sie durch ihre Rolle der „M“ in den James Bond-Filmen, die sie seit 1995 verkörpert. Spielte sie in „James Bond: Golden Eye“ (1995) den Boss des Geheimagenten 007 zum ersten Mal, trat sie in „James Bond: Ein Quantum Trost“ bereits zum sechsten Mal in einer Verfilmung von Ian Flemings Romanen auf. Nach zahlreichen Literaturverfilmungen in den 1980er Jahren, waren die 1990er ein äußerst erfolgreiches Jahrzehnt für die Schauspielerin.
Nachdem sie 1998 für ihre Darstellung der Königin Victoria in „Ihre Majestät Mrs. Brown“ erstmals für einen Oscar nominiert worden war, erhielt sie ihn für ihre Rolle in „Shakespeare in Love“ (1998) als beste Nebendarstellerin. Gemeinsam mit ihrer Freundin Maggie Smith stand Dench für „Tee mit Mussolini“ (1999) vor der Kamera.
An der Seite von Johnny Depp und Juliette Binoche folgte im Jahr 2000 die süße Verführung „Chocolat – Ein kleiner Biss genügt“. Darin spielt sie eine Diabetikerin, die sich entgegen aller Ratschläge und den Willen ihrer Tochter die Zeit in einer Chocolaterie verteibt und das künsterlische Talent ihres Enkels fördert.
Ihre Vielseitigkeit bewies die Schauspielerin auch im neuen Jahrtausend mit herausragenden Leistungen in Filmproduktionen wie „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ (2004), „Der Duft von Lavendel“ (2004), „Tagebuch eines Skandals“ (2006), für die sie erneut eine Oscarnominierung erhielt und „Rage“ (2009).
Trotz ihrer Erfolge als Film- und Fernsehschauspielerin ist Dench auch weiterhin am Theater tätig. So war sie 2009 beispielsweise im „Wyndham’s Theater“ in „Madame de Sade“ zu sehen.
Judi Dench ist Mitglied der Royal Society of Arts und 2008 wurde ihr der Europäische Filmpreis für ihr Lebenswerk zugesprochen. Sie war seit 1971 mit dem Schauspieler Michael Williams verheiratet, der 2001 an Lungenkrebs starb. Gemeinsam haben sie eine Tochter, Finty Williams, die wie ihre Eltern als Schauspielerin arbeitet.
Sendungen auf THE BIOGRAPHY CHANNEL:
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